Ab Sommer 1954 nahm Iberia US-amerikanische Ziele in ihr Streckennetz auf. Hierfür wurden drei Super Constellations in Dienst gestellt, die nach den drei Schiffen benannt sind, mit denen Columbus zu seiner Reise gen Westen aufbrach – die Santa Maria, die Pinta und eben die als EC-AIO registrierte "Niña". Der erste Flug von Madrid nach New York fand am 3. August 1945 statt, dem Jahrestag, an dem Columbus seinerzeit mit den drei Schiffen vom spanischen Hafen von Palos de la Frontera aus in die Neue Welt aufbrach.
Nachdem sie bereits Erfahrungen im Betrieb der Lockheed Constellation ab 1946 sammeln konnte, stellte KLM ab 1953 die verbesserte und leistungsgesteigerte L-1049 Super Constellation in Dienst. Die 13 Exemplare der L-1049C-Variante verfügten noch nicht über Radar oder den Zusatztanks an den Flügelenden. Aus Anlass ihres 40. Jubiläums, versah KLM zahlreiche Flugzeuge mit einem Sonderlogo auf den Rumpfseiten, darunter auch diese „Connie“ mit dem Taufnamen „Photon“. Ebenfalls erhältlich in einer limitierten Auflage ist eine Schwester-Constellation, PH-LKC „Negaton“, die als L-1049G bereits mit verlängerter Radarnase und Zusatztanks an den Tragflächen ausgestattet ist (Artikelnr. 571616).
1992 entschied die Historical Aircraft Restoration Society (HARS) aus Australien diese Maschine wieder herzurichten. Seit 1994 ist diese Super Conny wieder flugfähig und erfreut in Down Under und darüber hinaus viele Flugzeugfans.
Die “Southern Zephyr” wurde am 5. Dezember 1957 nach Australien überführt und nahm am 30. Dezember den regulären Flugbetrieb auf der Route Sydney-Hong Kong auf. Nur zwei Wochen später startete sie, zusammen mit einer entgegengesetzt fliegenden Schwestermaschine, zu einem Weltumrundungsflug. VH-EAP flog über die sogenannte „Känguru-Route“ westwärts, während eine zweite Constellation ostwärts über den Pazifik aufbrach. Für die Umrundung benötigte sie sechs Tage mit einer reinen Flugdauer von 128 Stunden.
Bereits 1946 hatte KLM die Lockheed Constellation in ihrer Flotte. Die in vielen Punkten leistungsfähigere L-1049G Super Constellation kam ab 1953 zum Einsatz. Sie konnte durch Zusatztanks an den Tragflächenenden längere Strecken zurücklegen und dank des Wetterradars in der leicht verlängerten Nase auch bei widrigen Umständen zuverlässig transatlantisch eingesetzt werden. Um darüber hinaus noch moderner zu wirken, erhielten die G-Modelle „atomare“ Taufnamen wie „Proton“, „Electron“ oder eben „Negaton“, den Namen, den auch das Modell der PH-LKC im Maßstab 1:200 trägt.
Modell im beliebten "Parabel"-Design der 1950/60er-Jahre.
Seit vielen Jahren begeistert die elegante „Connie“ der super Constellation Flyers Association ein internationales Publikum. nun erscheint die „star of switzerland“ als hochwertiges sammlermodell aus Metall im Maßstab 1:200 in ihrer aktuellen Lackierung.
Mehr als sechs Jahrzehnte nachdem sie von TWA 1958 in Dienst gestellt wurde, ist N8083H wieder in ihrer ursprünglichen Farbgebung zu bewundern. Sie wurde als Cocktaillounge ins neue TWA Hotel integriert, das 2019 am Flughafen JFK in New York eröffnet wurde. Zentrale Elemente des 512-Zimmer-Hotels sind das 1962 errichtete TWA Flight Center, das bis 2001 als Terminal fungierte, und eben die renovierte „Jetstream“, wie die L-1649 bei TWA genannte wurde, mit neu gestaltetem Interieur und Wandmalereien im Retro-Stil. Das Metallmodell in 1:200 ist nun wieder erhältlich, inklusive kleineren Optimierungen am Modell selbst sowie einem neuen Verpackungsdesign.
In Erinnerung an den Goldrausch in Alaska kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts startete Alaska Airlines Anfang der 1960er Jahre ihren "Golden Nugget Service". Es wurde nicht nur eine neue rot-goldene Lackierung eingeführt, sondern auch das Interieur erschien in Rot- und Goldtönen. Die Flugbegleiter waren mit historischer Kleidung ausgestattet und trugen lange Samtröcke, weite Hüte und Hemden mit Puffärmeln. Von 1962 bis 1968 setzte Alaska Airlines zwei L-1649 als Teil des eigenen Streckennetzes sowie für militärische Charteraufgaben ein. Dieser Starliner wurde später zusammen mit zwei anderen von Lufthansa gekauft, um ihn wieder in einen flugfähigen Zustand zu versetzen. Das Projekt wurde leider gestoppt und die Zukunft von N7316C bleibt nach wie vor im Ungewissen.
Als letzte von vier bestellten Exemplaren traf D-ALOL 1968 in Deutschland ein. Die „Super Star“ genannte, ultimative Variante der eleganten Lockheed Constellation Familie schloss die Lücke in der Langstreckenflotte bis zum Eintreffen der ersten Boeing 707-Jets zwei Jahre später im Jahr 1970.
Am 25. September 1957 wurde D-ALUB von Lockheed als erste von insgesamt sechs L-1649A „Starliner“ an die noch junge Deutsche Lufthansa AG übergeben. Als einziges Exemplar erhielt sie an ihren drei Seitenrudern nicht die zu der Zeit üblichen „Parabel“. Da bereits die Zeit der ersten Jets nahte – 1960 wurden bereits die ersten Boeing 707 in Dienst gestellt – blieb der „Super Star“, wie sie von Lufthansa genannt wurde, nur kurz die Stellung als Langstrecken-Flaggschiff vergönnt. Bereits 1960 wurde D-ALUB zum Frachter umgebaut, bevor sie schließlich 1966 verkauft wurde.
In den 1950er Jahren galt die Lockheed L-1649 als Zeichen schlechthin für Innovation und Eleganz. Im Jahr 1957 stieß die "Super Star" zur Lufthansa Flotte und erhielt erstmals als exklusivste Reiseart die Senator-Klasse. Schwerpunkt des Einsatzes war die Verbindung nach New York, nonstop über den Nordatlantik. Mit ihren vier Kolbenmotoren schloss sie das Kapitel der klassischen Propellerflugzeuge ab. Diese bis zu 17 Stunden dauernden Flüge starteten in Hamburg, wo sich auch die Instandhaltungsbasis befand. Daher fand der Roll-out der restaurierten D-ALAN am 20. Januar 2025 an einem für Lufthansa und Lufthansa Technik gleichermaßen bedeutsamen Ort statt. Dort erhielt sie auch eine neue Kabine, die sich am Stil der 1950er Jahre orientiert. So stammen die Sitze aus einer früheren Lufthansa A340, sind aufwändig umgestaltet und mit weinrotem Leder bezogen. Auch der Teppich und die Vorhänge basieren auf historischen Mustern. Nach dem Roll-out wurde sie indes erneut in größere Segmente demontiert und per Schwertransport zum Flughafen Münster/Osnabrück gebracht. Dort entstand die Lackierung im Originaldesign der Lufthansa aus der sogenannten Parabelphase wieder. Schließlich traf im Oktober die Super Star in Frankfurt ein. Pünktlich zum 100. Gründungsjubiläum der ersten Lufthansa bildet sie dort vom Frühjahr 2026 an zusammen mit der legendären Junkers Ju 52 D-AQUI die Hauptattraktion des neuen Konferenz- und Besucherzentrums der Lufthansa Group. Maßstabs- und originalgetreues Kleinmodell für erwachsene Sammler.