Die polnische National-Fluggesellschaft vertraute fast drei Jahrzehnte lang auf die robuste Ilyushin IL-18. Die ersten Exemplare des viermotorigen Flugzeugs wurden 1961 eingeführt, die letzten wurden im Jahr 2000 ausgemustert und im folgenden Jahr weiterverkauft. Dies war auch das Schicksal der SP-LSG, die 1965 bei LOT ihren Dienst aufnahm, bevor sie 1991 an Balkan Bulgarian Airlines verkauft wurde und schließlich bis etwa 2005 bei verschiedenen afrikanischen Fluggesellschaften im Einsatz war. Dieses Modell der SP-LSG erscheint in der 1977 von LOT eingeführten Lackierung, die sich durch ein klareres Design mit einem dunkleren Blau, einem vergrößerten Kranich-Logo auf dem Stabilisator und dem Namen der Fluggesellschaft in großen Buchstaben auf dem Rumpf aufwies. Maßstabs- und originalgetreues Kleinmodell für erwachsene Sammler.
In Zusammenarbeit mit der polnischen Fluggesellschaft LOT gehen wir nun eine Neuauflage der Ilyushin IL-18 in ihrer ursprünglichen Farbgebung an, wie sie ab 1961 zum Einsatz kam. 1965 in Dienst gestellt, wurde das Exemplar mit der Kennung SP-LSF erst 1991 ausgeflottet und an Balkan Bulgarian Airlines verkauft. Nach einem Zwischenstopp in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam sie ab 2004 in Tadschikistan zum Einsatz, wo sie circa 2014 endgültig stillgelegt und für Ersatzteile ausgeschlachtet wurde. Maßstabs- und originalgetreues Kleinmodell für erwachsene Sammler.
1969 gebaut, ist diese IL-18 der nordkoreanischen Staatsairline nicht nur ein echter Oldtimer am Himmel, sondern auch die weltweit letzte IL-18 im Passagierdienst. Air Koryo setzt wohl auch künftig auf die Robustheit des Klassikers, da sie kürzlich deren modernisierte Bemalung erhalten hat.
Nach dem Ende der Interflug wurde die Berline von ehemaligen Mitarbeitern der DDR-Fluglinie ins Leben gerufen. Dazu wurden insgesamt fünf IL-18 aus Beständen der Interflug für Charter- und Urlaubsflüge in den Mittelmeerraum übernommen und von 1991 bis 1994 betrieben. Auf der D-AOAO wurde dieses augenfällige Farbschema zeitweise angebracht.
Vor 50 Jahren starteten die ersten IL-18 im Liniendienst der damals tschechoslowakischen CSA. Heute steht die OK-PAE als Museumsstück auf dem Airpark Zruč nahe Pilsen.
Modell in der Bemalung der 1970er Jahre.
Ab 1984 bis zur Wiedervereinigung 1990 nutzte die Abteilung für Technische Prüfung - Flugsicherung diese ex-Interflug IL-18 als Messflugzeug zur Kalibrierung der Flugsicherungs- und Navigationsinstrumente an Flughäfen. Aufgrund ihrer Lackierung bekam die Maschine schnell den Spitznamen „Graue Maus“, ein solches Stofftier soll die meiste Zeit auch im Cockpit gehangen haben.
Die Interflug IL-18 ist ein Klassiker der zivilen Luftfahrt – im Original, wie als Sammlermodell. Vor inzwischen zwanzig Jahren war sie bereits Teil der Herpa-Collection in 1:500. Höchste Zeit also, eine Neuauflage mit neuer Kennung anzugehen. DM-STE wurde zunächst 1962 von den Luftstreitkräften der Deutschen Demokratischen Republik in Dienst gestellt, bevor sie 1964 an die Interflug übergeben wurde. Erst 1989 wurde sie außer Dienst gestellt und kann heute im Hans Grade Museum im brandenburgischen Borkheide besichtigt werden. Die IL-18 beherbergt eine Ausstellung zum Leben des Fliegers und Konstrukteurs Hans Grade, dem 1908 mit einem selbstgebauten Dreidecker der erste Motorflug in Deutschland gelang. Maßstabs- und originalgetreues Kleinmodell für erwachsene Sammler.
Die Ilyushin IL-62 war der erste Langstreckenjet aus sowjetischer Produktion. Ursprünglich 1967 eingeführt, gehörte CCCP-86700 zu der verbesserten IL-62M, die ab 1972 ausgeliefert wurden und als einziger Flugzeugtyp der Flotte diese Bemalungsvariante erhielt. Erst später in den 1970er Jahren wurde die Lackierung der riesigen Flotte vereinheitlicht.
Mit mehr als 160 Exemplaren war die IL-62 ab ihrer Einführung 1967 für Jahrzehnte das wichtigste Langstrecken-Flugzeug in der sowjetischen Aeroflot. Dieses Modell erscheint in der klassischen, ab 1974 eingeführten Lackierung.
Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ erfolgte auch bei der Airline der ehemaligen Tschechoslowakei ein rasanter Umbruch. Äußerliches Zeichen war die Einführung einer neuen Bemalung im Jahr 1990. Das Modell erscheint noch mit der Aufschrift „Czechoslovak Airlines“, die bis zur Teilung des Landes in die unabhängigen Republiken Tschechien und Slowakei im Jahr 1993 geführte wurde.
Bereits im Jahr 1929 gegründet, ist Cubana eine der ältesten kommerziellen Fluggesellschaften Lateinamerikas. Nach der kubanischen Revolution unter Fidel Castro wandte sich die Airline an die Sowjetunion, um ihre Flotte auszurüsten und zu modernisieren. Ab 1977 setzte Cubana nicht weniger als 27 viermotorige IL-62 auf ihren Langstrecken ein. Einige wurden sogar um die Jahrtausendwende noch überholt und bis 2011 in Betrieb gehalten. Das Original zu diesem Modell mit der Kennung CU-T1218 wurde 1980 gebaut und ausgeliefert.
Die viermotorige und 1972 in Dienst gestellte IL-62 war das erste Langstreckenflugzeug der polnischen LOT, mit dem die Airline neue Langstrecken-Ziele wie nach Toronto, New York oder nach Ostasien in ihren Flugplan aufnahm. Diese IL-62M ist auf den Namen des international berühmten polnischen Komponisten und Pianisten Ignacy Paderewski getauft, der sich auch als Diplomat und erster Premierminister des 1919 wieder unabhängig gewordenen polnischen Staats einen Namen machte. Das Modell dieses Flugzeugs im Maßstab 1:500 erscheint mit der 1977 eingeführten Bemalung, die bis auf gelegentliche kleine Anpassungen bis heute aktuell geblieben ist. Das gilt auch für das bereits 1929 erstmals eingeführte Logo der Airline.
Neun IL-62 gehören zur Flotte der russischen Airline. Die RA-86467 mit dem Staatswappen auf dem Leitwerk dient der Beförderung von Regierungsmitgliedern.
1973 erhielt die rumänische Fluggesellschaft ihre erste von insgesamt fünf IL-62 Langstrecken-Jets. Erst 1999 wurde die letzte IL-62M außer Dienst gestellt. Mit an die 60 aktiven Flugzeugen in den späten 1970er Jahren hatte TAROM seinerzeit nach Aeroflot die größte Flotte aller Ostblockstaaten.
50 Jahre nach ihrem Erstflug ist der unverkennbare Vierstrahler aus sowjetischer Produktion inzwischen fast gänzlich vom Himmel verschwunden. Die belarussische Frachtgesellschaft Rada Airlines jedoch setzt die einzigen beiden zum Frachter umgebauten Exemplare der IL-62 weltweit ein. 2015 mit einem Exemplar gegründet, wurde 2020 die zweite der offiziell als IL-62MGr bezeichneten Maschinen in Dienst gestellt.
Neben sieben AN-124 kommen nicht weniger als 14 IL-76 bei der 224. Transportgruppe zum Einsatz. Die staatliche Airline übernimmt Frachttransporte für nationale und internationale Unternehmen und Organisationen weltweit.
1978 gegründet, war das Unternehmen mit Sitz in London Stansted spezialisiert auf Großvolumentransporte. Ab den 1990er Jahren betrieb es auch eine Vielzahl von Flugzeugen aus sowjetischer Produktion.
Sibiria Airlines ging 1992 aus dem ehemaligen Direktorat Novosibirsk der alten Sowjet-Aeroflot hervor. Sieben Exemplare des ersten sowjetisch-russischen Großraumjets IL-86 wurden von Aeroflot übertragen und erhielten diese außergewöhnliche Farbgebung.
1991 in der klassischen Aeroflot-Bemalung lackiert und mit sowjetischer Kennung zugelassen, steht dieser Widebody-Langstreckenjet heute noch im Dienst der Aeroflot.
Die Airline hatte bis 2008 ihren Hauptsitz am gleichnamigen Flughafen südlich von Moskau. Fünf Ilyushin IL-96 zählten zu ihren Flaggschiffen.